Nach der Reise ist vor der Reise. Ein Ausflug zu Kani Alavi nach Brandenburg !

Ein Ausflug zu Kani Alavi nach Brandenburg

Nach der Reise ist vor der Reise und bevor es Ende August wieder nach Iran geht, bin ich zu einem Ausflug nach Brandeburg aufgebrochen. Richtig, in die “Streusandbüchse des Heiligen Römischen Reichs”, seit einigen Jahren Rückzugsgebiet für “Hauptstadtgeschädigte”, wie Anja Fischer und Behzad Fazeli. Sie betrieben in Görzke im Gebäude des ehemaligen Konsum einen Galerie- und Ausstellungsraum. Am 13. August wurde die Ausstellung “Sommerimpressionen – Brandenburger Landschaften” mit Werken von Kani Alavi eröffnet. Richtig, ein Iraner nimmt Anlauf den Brandenburgern die Schönheit ihrer sommerlichen Landschaften vor Augen zu führen. Aber Kani Alavi ist natürlich nicht “irgendein” Iraner. Schon seit über 30 Jahren lebt er in Berlin, wo er auch Malerei studiert hat. Und richtig, er ist der Iraner, der in den 90er Jahren die Intiative zur Rettung und Bewahrung des berühmten Mauerstreifens in Berlin Friedrichshain ergriffen hat. (http://www.eastsidegallery-berlin.de) .
Aber Kani liebt auch die Natur, vor allem, wenn sie ihn so an seine nordiranische Heimat erinnert, wie einige Gegenden rund um Berlin. Auch für Gebrauchskunst war er sich nicht zu schade: am Ende bemalte er in kaum mehr als einer Viertelstunde einen großen Blumentopf, der auf diese Weise zu einem originellen Kunstwerk wurde.
Einen besonderen Höhepunkt hatte die Vernissage noch zu bieten: Musik aus Torbat-e Jam, im Nordosten Irans. Das vierköpfige Ensemble Jam musizierte mit Dotar, Tanbur, Sorna und verschiedenen Rahmentrommeln und brachte folkloristische und Lieder aus der reichhaltigen Sufi-Tradition im Osten Khorassans zu Gehör. Als Höhepunkt gab es zum Abschluß einen der in dieser Gegend sehr verbreiteten Stocktänze.
Ach ja, nach der Reise ist vor der Reise: zwei der Reisen von ORIENT EXPRESS in diesem Herbst führen nach Khorassan: die taz-Reise “Volksreligion und Pilgerstätten” vom 05. bis 19. Oktober (http://www.taz.de/5–19-Oktober-2016/!150965/) und die Reise “Zum roten Gold von Khorassan