Reisebericht einer beeindruckenden Familienreise im August 2015

Im August 2015 sind wir für eine wunderschöne auf uns zugeschnittene Familienreise in den Iran gefahren.

Wir, sind eine 4-köpfige Familie mit einer 18-jährigen Tochter und einem 17-jährigen Sohn.
In Begleitung von Hartmut Niemann und Arman Hosseinpour, sowie dessen Cousin Homanju haben wir viele beeindruckende Orte und liebenswerte, stets sehr freundliche Menschen in Iran kennen-gelernt. Wir sind bisher in keinem Land so häufig angesprochen und so herzlich willkommen geheißen worden!
Nach Einholung verschiedener Angebote sind wir bei der Firma Orient Express von Hartmut Niemann hängengeblieben. Ausschlaggebend dafür war im Besonderen der Umstand, dass Hartmut sowohl eine deutschsprachige Reisebegleitung in Iran als auch die direkte Begleitung durch seine eigene Person uns anbieten konnte. Da der größere Teil der Familie aufgrund der politischen Darstellung von Iran in den letzten Jahren in den Medien nicht sehr begeistert von dem geplanten Reiseziel war, brachte diese Möglichkeit der individuellen Begleitung ein Gefühl der Sicherheit und wir entschieden uns für die Begleitung durch Hartmut. Jemand der sich auskennt!
Mit umfangreichem kulturellem, geschichtlichem und religiösem Wissen führte uns Hartmut von Tabriz über Maragheh, Zanjan nach Tehran. In Tehran lernten wir Hanna, eine 23 jährige Chemiestudentin kennen, die uns – sehr zur Freude meiner Tochter und mir – für einen Tag begleitete und uns einen kleinen Einblick in die Welt der Jugend und der Frauen in Iran geben konnte. Sie ist seit einem Austauschprogramm in früheren Jahren eine gute Freundin Hartmuts.
Von Tehran ging es mit dem Zug begleitet von Hartmut und Arman weiter nach Sari, wo wir von Armans Cousin Homanju mit dem Reisebus abgeholt wurden und weiter nach Gorgan fuhren. Dort durften wir Freunde von Hartmut kennenlernen, welche er aus alter Göttinger Zeit kannte und die einwandfrei und fließend Deutsch sprachen. Wir wurden zu einem reichlichen iranischen Abendessen bei ihnen eingeladen und durften einen wunderschönen Abend mit ihnen verbringen. Vielen Dank dafür!
Am nächsten Morgen ging unsere Reise mit einem Ausflug in die Turkmenensteppe und nach Gonbad zu einem beeindruckenden Grabturm und einem kleinen aber sehr feinen Teppich-museum weiter. Angekündigte Temperatur 49°C mit 80% Luftfeuchtigkeit!. Zur „leichten“ Abkühlung bei gleicher Luftfeuchtigkeit fuhren wir anschließend in die bewaldeten Berge zu einem 3-stöckigen Wasserfall und wieder zurück nach Gorgan zurück.
Am nächsten Morgen ging die Reise über die Berge und über weite beeindruckende Hochebenen weiter nach Bastam. Die Temperaturen blieben hoch, aber die hohe Luftfeuchtigkeit ließ deutlich nach.
Wir machten einen Ausflug zum Wolkenmeer.
In Bastam führte uns Hartmut in ein Mausoleum, in welchem wir zwar als Frauen einen Tschador umlegen mussten, uns aber – auch als deutlich erkennbar Fremde –umschauen und sogar fotografieren durften. Ein wunderschöner und beeindruckender Abend.

Über Damghan ging es durch endlos scheinende Wüstenebenen weiter nach Khor zu der Wüste Kavir.

Hier fuhren wir am nächsten Morgen ganz früh zum Sonnenaufgang in die Salzwüste und abends machten wir zum Sonnenuntergang einen wunderschönen Ausflug in die Sandwüste, diesmal begleitet vom Hausherrn des Hotels und Arman, der ein sehr herzliches und fröhliches Verhältnis mit meinem Sohn pflegte. Wir hatten jede Menge Spaß und sind die Sanddünen hoch und runter gelaufen – heiß auch an den Füßen!

Weiter ging es von Khor früh morgens in die Wüstenstadt Yazd, wo Hartmut und Arman uns einiges über die Zaharustrier erzählten, uns sehr schöne Gärten zeigten. Weiter ging es über die 4 Königsgräber und Persepolis nach Shiraz. Hartmuts Wissen über die persische Geschichte war und ist beeindruckend und er versteht es, mit sehr viel Kurzweil uns durch die Stätten der Geschichte und der beeindruckenden Bauten zu führen ohne, dass es uns langweilig wurde, weder den Heranwachsenden noch uns Älteren. Nur er benötigte stets etwas mehr Geduld, da wir dauernd zum Fotografieren stehen blieben.

Von Persepolis – einem der Höhepunkte der Reise – ging es anschließend weiter nach Isfahan, der Heimatstadt unseres Begleiters Arman, wo wir in dem wunderschönen Hotel Abbasi wohnten. Die Schönheiten dieser Stadt sind unbeschreiblich!
Von Isfahan, wo wir einige Tage verbrachten, fuhren wir weiter über Kashan nach Qom. Qom, ein religiöses Zentrum, beeindruckt durch seine Religiosität. Unser Hotel lag mitten im Zentrum, nicht besonders schön, aber mittedrin. Ein tolles Erlebnis mit Besuch der großen Moschee, jeder Menge Gläubiger aus verschiedensten Ländern um uns herum. Sehr beeindruckend!
Ende August flogen wir dann sehr zufrieden und tief beeindruckt von Teheran zurück nach Deutschland. Wir haben ein Land kennengelernt, dessen Bewohner sich uns anders zeigten, als man sie in den Medien präsentiert bekommt.
In der Obhut von Hartmut, Arman und Homanju hat es uns an nichts gemangelt und wir waren stets behütet und gut umsorgt.
Eine tolle Reise mit einer tollen Begleitung, die sich zu einer großen Familie zusammenfügte! Toll !!!
Vielen Dank dafür!!!!